Im Projekt geht es um Altersdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt (Ageism) mit dem Ziel, kulturelle Barrieren aufzudecken, die einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung älterer Rentenversicherungspflichtiger (50-65 Jährige und darüber hinaus) im Wege stehen. Dazu sollen beispielhaft Auswahlprozesse bei Stellenbesetzungen dahingehend untersucht werden, ob sie normativen Ansprüchen der Chancengleichheit entsprechen. und inwiefern durch die Umsetzung von Diversity-Konzepten in Unternehmen eine höhere Integration älterer Arbeitnehmer bewirkt werden kann. Im Projekt geht es um die Frage, warum Ältere in Deutschland gegenüber anderen modernen Volkswirtschaften vergleichsweise geringere Beschäftigungsquoten aufweisen. Dazu werden kulturelle Deutungsmuster offen gelegt, die bestimmte Altersgruppen durch latente oder manifeste Ageism auf dem Arbeitsmarkt ausgrenzen und diskriminieren. Die dadurch verursachte Beeinträchtigung der Effizienz des Versicherungssystems soll offen gelegt werden, und es sollen Chancen aufgezeigt werden, die sich aus der Erfahrung mit der Bekämpfung anderer Diskriminierungstypen (insbesondere Gender und Ethnie) ergeben. Letztendlich geht es darum, die normativen Grundlagen für längere Verweildauern in rentenversicherungspflichtiger Beschäftigung in Betrieben zu explorieren und die Sensibilisierung für alternde Belegschaften zu fördern. In deutschen Unternehmen (KMUs und Großbetriebe) werden zunächst Daten zur betrieblichen Altersstruktur erhoben und Experteninterviews zu altersselektiven Auswahlprozessen geführt. Mit ausgewählten Unternehmen (Subsample) wird eine Kooperation bezüglich der Antidiskriminierungsanforderungen eingeleitet, in deren Rahmen intensivere Fallstudien bei Personalentscheidungen durchgeführt und analytisch aufbereitet werden. Untersucht werden soll im Kern, in welchen betrieblichen Kontexten und Situationen Altersstereotype die Personalauswahl direkt oder indirekt beeinflussen und mit Gleichbehandlungsgrundsätzen konfligieren. Die notwendigen ethnographischen Beobachtungen, die in den Betrieben des Subsamples durchgeführt werden sollen, stellen hohe fachliche Anforderungen an die beteiligten Forscherinnen und Forscher sowie ein hohes Maß an Vertrauen bei den zu untersuchenden Unternehmen. Daher wurde das Projekt von Anfang an mit ethnologisch geschultem Fachpersonal konzipiert und auf eine partnerschaftliche Netzwerkarbeit ausgerichtet. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber hat das Projekt somit einen praktischen Nutzen. Es werden notwendige Veränderungen, die der unausweichliche demographische Wandel erfordert, mit den Unternehmen diskutiert und eine frühzeitige Anpassung vorbereitet. Dies unterstreicht den besonderen Charakter der Studie, in deren Forschungsprozess praktische Aufklärungsarbeit gegen Altersbarrieren durchgeführt wird. Dabei werden die demographischen Anforderungen im Sinne der Diversity-Konzepte als Chance für die Unternehmen gesehen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit werden mit den Unternehmen eminent wichtige Daten generiert, die - jenseits technischer und ökonomischer Argumente - konkrete kulturelle Barrieren gegen die Einstellung älterer Beschäftigter aufdecken, plastisch beschreiben und Gegenstrategien in Form von best practice Beispielen ermöglichen.
Projekttitel: Handlungsorientierte integrierte Begleitforschung (HiB) - Perspektive 50 +, Paktregion Kassel (Arbeitsförderung Region Kassel; "Ältere Arbeitnehmer - Ressource der Wirtschaft"/ Attraktiv Arbeiten: Beschäftigungspakte für Ältere in der Region Kassel Stadt und Land) Projektleitung:Prof. Dr. Gertrud M. Backes (ZAG), wiss. Mitarb.:Dr. Kai Brauer (Kassel) , Dr. Vera Lasch (Kassel) Laufzeit: 06/2006-12/2007
Kurzbeschreibung:
Forschungsfragestellung: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert bundesweit 62 regionale Beschäftigungspakte als innovative Modellprojekte zur Wiedereingliederung älterer Langzeitarbeitsloser in das Erwerbsleben. Zielgruppe des Bundesprogramms sind arbeitslos gemeldete Bezieher von Arbeitslosengeld II ab Vollendung des 50. Lebensjahres, aber auch solche Personen, die ohne eine Förderung voraussichtlich in absehbarer Zeit ebenfalls zu der Zielgruppe gehören werden. Der neue Weg regionaler Förderung über Bundesausschreibungen wird durch eine externe, quantitative Bundesevaluation (IAQ Gelsenkirchen) und in den lokalen Pakten durch eine qualitative integrierte Begleitforschungen wissenschaftlich beobachtet. Der Pakt in Kassel wird durch die HiB betreut.
Im Mittelpunkt der HiB steht die integrierte Evaluation der Pakte Kassel Stadt und Kassel Land. Aufgaben und Fragestellungen sind:
Wie können Entwicklungsbarrieren und Entwicklungsvorteile im Prozess erhoben und rückgemeldet werden? Welche Kommunikationsformen unterstützen die regionalen Beschäftigungspakte und Netzwerke von Akteuren?
Wie können Innovationen auf der Maßnahme-Ebene entwickeln werden? Welche personellen und Team-Strukturen sind hilfreich?
Wie kann auf der Basis der unterschiedlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden, z. B. in Form von mulitiplen Vermittlungshemmnissen ein Angebot zur Integration in den Arbeitsmarkt entwickelt und optimiert werden?
Welche Erkenntnisse lassen sich daraus für neue Förderkonzepte ableiten?
Aufgabenstellung: Die regionale Evaluation zum Projekt "Perspektive 50plus" (Kurztitel) wird mit dem Konzept einer handlungs- und prozessorientierten integrierten wissenschaftlichen Begleitforschung durchgeführt. Die Hauptmerkmale einer solchen Evaluationsform sind:
Gleichzeitigkeit von organisatorischer Einbettung und wissenschaftlicher Unabhängigkeit,
Prozessorientierte Flexibilität,
Regionalspezifische Präzision,
Akteursorientierte Reflexion und Nachhaltigkeit.
Ziel der handlungs- und prozessorientierten wissenschaftlichen Begleitforschung ist es, durch Untersuchung der Strukturen und Prozesse, die die Zielerreichung im Sinne des Projektes fördern oder verhindern bzw. erschweren sowie durch entsprechende Rückkoppelung in die Praxis, einen Beitrag zur Erfolgsabsicherung des Projektes in der beauftragenden Region zu leisten.
Die Methodik ist vor allem durch qualitatives, ethnographisches und prozessorientiertes Vorgehen gekennzeichnet. Neben den quantitativen basics aus den extern organisierten Vollerhebungen wird primär mit offenen und teilstandardisierten Verfahren der Befragung, Beobachtung und Gruppendiskussion, aber auch mit Methoden/Instrumenten der Materialanalyse sowie sequenziellen Methoden und Fallanalysen gearbeitet. Projektträger und Begleitforschung koppeln ihre Erfahrungen mit dem Einsatz verschiedener Erhebungsmethoden regelmäßig in die Projektarbeit zurück. Dies gilt auch insbesondere im Zusammenhang mit Fragen der Umsetzung gewonnener Analyseergebnisse.
Zielsetzung: Die im Zuge des demografischen Wandels prognostizierten Veränderungen in der Altersstruktur des Erwerbspersonenpotentials und der Belegschaften erfordern in näherer Zukunft eine stärkere Berücksichtigung von älter werdenden Arbeitnehmern in der betrieblichen Personalpolitik. Vor diesem Hintergrund soll ein modulares Weiterbildungskonzept für betriebliche Fach- und Führungskräfte im privatwirtschaftlichen Sektor entwickelt und umgesetzt werden. Ziel ist es, die jeweils verantwortlichen Akteure auf Arbeitgeber- und auf Arbeitnehmerseite in KMU für einen adäquaten Umgang mit älter werdenden Belegschaften zu sensibilisieren und zu qualifizieren sowie die Entwicklung alter(n)sgerechter personalpolitischer Konzepte und Instrumente anzuregen. Damit sollen die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer in der Zielregion "Nordwestliches Niedersachsen/Weser-Ems-Gebiet" verbessert und zusätzliche Produktivitätspotentiale der regionalen Unternehmen freigelegt werden.
Projekttitel: Begegnung der Generationen. Schüler(-innen) und Senior(inn)en im Gespräch. In Kooperation mit dem Gymnasium Antonianum Vechta Projektleitung:Prof. Dr. Gertrud M. Backes, Prof. Dr. Harald Künemund, wiss. Mitarb.: Pia Albers,
Ann-Kathrin Vaske (geb. Berkefeld), Cosmo M. Dittmar-Dahnke, Jacqueline Höltge,
Martina Wolfinger (Hochschule Vechta) Laufzeit: 06/2007-01/2008
Kurzbeschreibung:
Ziel des Projekts ist das Zusammenkommen von jung und alt. In verschiedenen Sitzungen ("Erzählcafé") treffen sich Senioren und Seniorinnen aus Vechta mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasium Antonianum (9. Klasse) in den Räumen des Gymnasiums. Ermöglicht durch die Spende eines Vechtaer Bürgers können die Hochschule Vechta - Universität (Zentrum Altern und Gesellschaft/ZAG) und das Gymnasium Antonianum (Direktor Wolfgang Zapfe und Beratungslehrerin Dorothea Weigel) den Austausch zwischen den Generationen fördern. Unter Leitung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZAG und der Beratungslehrerin des Gymnasiums, sorgen alle Beteiligten in den bisherigen Erzählcafés zu den Themen: "Ich denke, also bist du: Altersbilder-Jugendbilder"; "Graue Maus und bunter Vogel": Mode und Gestaltung des Körpers", "Völlig von der Rolle: Rollenbilder damals und heute", "Wie willst du leben, junger Mensch - alter Mensch?" für einen lebendigen und bereichernden Austausch. Dabei werden nicht nur gemeinsame Theaterstücke konzipiert und aufgeführt, sondern Wandplakate erstellt, Wohnformen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen jung und alt diskutiert.
Projekttitel: Formelle und informelle Sorgearbeit für pflegebedürftige ältere Menschen als geschlechtsvermittelte Tätigkeitsform. Projektleitung:Prof. Dr. Gertrud M. Backes (ZAG), wiss. Mitarb.: Ludwig Amrhein, Martina Wolfinger (beide ZAG)
Laufzeit: 2008-2009
Kurzbeschreibung:
Im Mittelpunkt der Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung steht die Pflege älterer Menschen als einer kontrovers bestimmten Tätigkeitsform, die insbesondere von Frauen, zunehmend aber auch von Männern ausgeübt wird und mit geschlechtsbezogenen Zuschreibungen versehen ist. Zunächst werden die demographischen, gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Pflege- und Sorgearbeit (Care) für ältere Menschen mit ihren familien- und genderpolitischen Auswirkungen diskutiert. Neben einer Genderanalyse der Konsequenzen der Pflegeversicherung für pflegende Familienmitglieder werden auch die existierenden amtlichen und sozialwissenschaftlichen Datenquellen kritisch hinsichtlich der darin versteckten Pflege- und Geschlechtermodelle betrachtet. Danach folgt eine sozialstatistische Übersicht über die Hilfs- und Pflegebedürftigkeit in Deutschland. Die Modellvorstellungen hinsichtlich des Zusammenhangs von "Gender" mit "Care/Pflege" werden im Folgenden genauer untersucht und in die Kontexte der Frauen- und Geschlechterforschung, der angloamerikanischen und deutschen Care-Debatte sowie der Diskussion zu wohlfahrts-staatlichen Gender- und Care-Regimen gestellt. Auf dieser konzeptionellen Basis werden dann wichtige Daten und Erkenntnisse insbesondere zur informell-familiären und zur formell-beruflichen Pflege- und Sorgearbeit für ältere Menschen präsentiert und genderkritisch interpretiert, bevor schließlich ein Fazit zu Geschlechterstrukturen in der Pflege gezogen wird.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in der EU zielt das Forschungsprojekt auf eine umfassende, integrierte Darstellung und Analyse der organisationellen und staatlichen Vorraussetzungen für eine Förderung des aktiven Alterns ab. Im Vergleich der einbezogenen EU-Länder werden im Einzelnen folgende Ziele angestrebt:
Die Identifizierung von Einflussfaktoren, die das aktive Altern in der Erwerbsarbeit und im zivilgesellschaftlichen Engagement mitbestimmen
Die Darstellung des tatsächlichen Umfangs und der Strukturen des aktiven Alterns in den genannten Bereichen
Die Identifizierung von Handlungsstrategien, die zur Förderung Aktivitätspotentials älterer Menschen beitragen können
Prof. Dr. Ekkehart Frieling (Institut für Arbeitswissenschaft und Prozessmanagement (IfA), Universität Kassel),
Prof. Dr. Peter Knauth (Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP), Universität Karlsruhe (TH)),
Prof. Dr. Andreas Weber (Institut für Qualitätssicherung in Prävention und Rehabilitation GmbH an der deutschen Sporthochschule Köln (IQPR))
Laufzeit: 01/2008 - 03/2009
Kurzbeschreibung:
Im Auftrag der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung erstellte das Zentrum Altern und Gesellschaft im Jahr 2007 eine Vor- und Machbar-keitsstudie zur Entwicklung eines Qualitätssiegels "Alternsmanagement im Betrieb". Das im Rahmen dieser Studie entwickelte Organisations- und Handlungskonzept für betriebliches Alternsmanagement sowie die auf der Basis von Literaturanalysen und Experteninterviews identifizier-ten relevanten Gestaltungsbereiche sollen nun in einem zweiten Schritt in einen Praxisleitfaden für Unternehmen und einen Qualitätskriterienkatalog für das geplante Zertifizierungsverfahren übersetzt werden.
Im Rahmen des geplanten Forschungsvorhabens soll daher der Versuch unternommen werden, auf der Basis von Betriebsfallstudien die Einführung von betrieblichem Alter(n)smanagement als einen – nicht selbstverständlichen bzw. lediglich als passive Anpassung an veränderte Umweltanforderungen interpretierten – organisationalen Innovations- und Veränderungsprozess zu rekonstruieren. Die übergeordnete Zielstellung der Untersuchung besteht darin, aufzuzeigen, auf welche Weise Entstehung, Einführung und Ergebnisqualität von Alter(n)smanagement-Programmen durch das Zusammenwirken unterschiedlicher betrieblicher Akteure beeinflusst werden. Hiermit verbunden sind folgende Forschungsfragen:
Welche Problemlagen und Motive waren ausschlaggebend für die Einführung von Alter(n)smanagement-Programmen?
Welche Handlungsfelder wurden betrieblicherseits als relevant angesehen und aus welchen Gründen? An welche Zielgruppen richten sich die daraus abgeleiteten Maßnahmen?
Welche betrieblichen Akteure waren an der Konzeptentwicklung und - umsetzung maßgeblich beteiligt? Worin bestand ihre Rolle in diesem Prozess, welchen Einfluss hatten sie auf das Prozessergebnis?
Welche Widerstände ergaben sich? Welche Maßnahmenbereiche erwiesen sich als besonders konfliktreich, wo bestand Konsens? Wie wurde mit diesen Konflikten umgegangen?
Welche betrieblichen Rahmenbedingungen wirkten sich förderlich auf den Prozess aus (z.B. Betriebsgröße, Branche, Unternehmenskultur, Eigentümerverhältnis, wirtschaftliche Situation, Globalstrategie des Unternehmens, Existenz eines Betriebsrats)?
Lassen sich typische Verlaufsmuster bzw. Entwicklungspfade identifizieren?
Eine ausführlichere Beschreibung des Promotionsvorhabens finden Sie hier [pdf]
Die Promotion verfolgt das Ziel, die Konsequenzen, die aus atypischen Beschäftigungsformen für ältere Erwerbstätige und ihre weiteren Erwerbsverläuferesultieren können, zu analysieren. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt dabei auf den temporären Erwerbsformen Leiharbeitund befristete Beschäftigung. Im Rahmen der empirischen Analysen soll folgenden Fragestellungennachgegangen werden:
In welchem Umfang sind ältere Arbeitskräfte in Leiharbeit und befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt und welche Strukturmerkmale weisen diese Beschäftigungsformen in der späten Erwerbsphase auf?
Welche Determinanten bedingen eine Beschäftigung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in befristeten Beschäftigungsverhältnissen oder in Leiharbeitarbeitsverhältnissen?
Welche Folgen können befristete Arbeitsverträge und Leiharbeitsverhältnisse für die Erwerbsverläufe älterer Frauen und Männer haben?
Eine ausführlichere Beschreibung des Promotionsvorhabens finden Sie hier [pdf]
Förderung: Qualifikationsstelle bei Frau Prof. Dr. Gertrud M. Backes Lehrstuhl Alter(n) und Gesellschaft Laufzeit: 2007 - max. 2012
Kurzbeschreibung:
Die zentrale Fragestellung lautet: Welche (soziale) Bedeutung wird dem Körper und der leiblichen Wahrnehmung für die Lebenslage(n) im Alter(n) gegeben? Auf Basis einer sozialkonstruktivistischen und phänomenologisch ausgerichteten Wissenssoziologie wird diese Fragestellung mithilfe qualitativer Interviews untersucht.
Promotionsvorhaben: "Auswirkungen des Strukturwandels des Erwerbssystems auf die gleichzeitige Ausübung von Erwerbstätigkeit und Pflege: Ambivalenzen und soziale Disparitäten"
Betreuerin: Prof. Dr. Hildegard Theobald (ZAG), Doktorandin: Maren Preuß (Hochschule Vechta)
Förderung: Qualifikationsstelle bei Frau Prof. Dr. Hildegard Theobald, Lehrstuhl Organisationelle Gerontologie Laufzeit: 2008 - 2011
Kurzbeschreibung:
Im Rahmen der Dissertation werden die Auswirkungen der Flexibilisierung von Erwerbsarbeit - als einer zentralen Dimension des Strukturwandels des Erwerbssystems - auf die Übernahme von Pflegeverpflichtungen gegenüber Angehörigen theoriegeleitet untersucht. Ausgangspunkt der Betrachtung bildet die Annahme, dass insbesondere veränderte zeitliche Organisationsprinzipien von Erwerbsarbeit die Möglichkeit und Bereitschaft zur Verbindung beider Lebensbereiche sowie die Organisation dieser Balance nachhaltig beeinflussen. Empirisch zu prüfen ist, inwieweit diese veränderten makrostrukturellen und institutionellen Regelungen in Verbindung mit sozial ungleich verteilten Opportunitäten (unterschiedliche Arten von Einkommen und Kapital) Situationsdefinitionen und Handlungsmuster der betroffenen Akteure beeinflussen.
Hiermit verbunden sind folgende Fragestellungen:
A) Welche Auswirkungen hat der Strukturwandel des Erwerbssys-tems auf die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf?
B) Wie zeigen sich diese Auswirkungen in unterschiedlichen sozialen Statusgruppen?
C) Welche Chancen und Risiken birgt diese Entwicklung abhängig von den Opportunitätskosten und den bestehenden institutionellen Regelungen?
Projektförderung: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (im Rahmen des Niedersächsischen Vorab) Laufzeit: 2008 - 2010
Kurzbeschreibung:
Ziel
des Projektes ist die Identifikation, Weiterentwicklung und Evaluation
neuer Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnik
füraltersgerechte Lebenswelten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf
neuenassistierenden Technologien zur Unterstützung des täglichen Lebens
und zur Erhaltung von Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter.
Projekttitel: Familienprävention - Evaluation eines Modellversuchs zur Primären Prävention familialer Konflikte und Krisen durch Förderung familialer Funktionsfähigkeit und individueller Kompetenzen über eine Fernsehserie Projektleitung: Arbeitsgruppe Familie und Gesundheit: Prof. Dr. Peter Kaiser (Hochschule Vechta), Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens (München), Prof. Dr. Agnes Holling (ZAG) , PD Dr. Corinna Onnen-Isemann (Aachen) Laufzeit:
Projekttitel: Evaluation von Beratungsprozessen in der Frühförderung in Kooperation mit dem Caritas Sozialwerk St. Elisabeth, Vechta Projektleitung:Prof. Dr. Peter Kaiser , Prof. Dr. Agnes Holling (beide Hochschule Vechta)
Projekttitel: Führung und Kommunikation in Krankenhäusern aus der Sicht von Pflegekräften. Studie mit 300 Kliniken u.a. Gesundheitseinrichtungen Projektleitung:Prof. Dr. Peter Kaiser (Hochschule Vechta), wiss. Mitarb.: J. Berentzen (Osnabrück)
Projekttitel: Strukturen und Beziehungen in Mehrgenerationen-Familien. Vergleichsstudie koreanischer und deutscher Familien. Projektleitung:Prof. Dr. Peter Kaiser (Hochschule Vechta), wiss. Mitarb.: Dr. N. Lee (Seoul), Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens (München)
Projekttitel: Praxisprojekt "Musik in der Sozialen Arbeit" - Musizieren mit dementen Menschen Projektleitung: Prof. Dr. Theo Hartogh, wiss. Mitarb.: Rosie Schröder Förderung: Bürgerstiftung Vechta
Laufzeit: 06/2008 - 04/2009
Kurzbeschreibung:
Entwicklung, Erprobung und Evaluierung von Gruppenmusizierangeboten für demenzkranke Menschen Projektort: Haus Arche des St. Hedwig-Stiftes in Vechta
Promotionsvorhaben:Klavierunterricht mit dementiell erkrankten Menschen - Entwicklung eines instrumentalgeragogischen Konzepts für Klavieranfänger
Betreuer: Prof. Dr. Theo Hartogh, Fach Musik, Universität Vechta, Doktorandin: Eva Kehrer(M.Ed.), Fach Musik, Universität Vechta
Laufzeit: 2009 - 2011
Kurzbeschreibung:
Ästhetische Erfahrungen
zu machen, ist ein Bedürfnis des Menschen. Im Erleben und Produzieren von
Klängen und Rhythmen findet der Mensch sich selbst. Dies ist unabhängig vom
körperlichen und geistigen Zustand. Ein instrumentalgeragogisches Konzept
eröffnet Möglichkeiten, vorhandenen Ressourcen und Bedürfnissen des dementiell
Erkrankten gerecht zu werden. Dieses soll für das Instrument Klavier erarbeitet
werden.
Fragestellung: Wie muss ein Klavierunterricht konzipiert sein, damit er den Bedürfnissen
von dementiell erkrankten Klavieranfängern entspricht?
Aspekte / Arbeitsprogramm:
-Materialien
und Hilfsmittel, sinnvolle Stundenabläufe, Inhalte und Zielsetzungen
-Spielfreude,
Motivation und Aufmerksamkeit im Stundenprozess
-Merk- und
Erinnerungsleistungen, Spielfähigkeiten
-Sicht der
Teilnehmer, Angehörigen und Pflegekräfte auf den Klavierunterricht
-Sicht von
Instrumentalpädagogen auf die Methodik
Methode:
multiple explorative Einzelfallstudie (Fälle
leichter, mittelschwerer und schwerer Demenz)
Projekttitel: Leben und Wohnen im Alter - Erwartungen der Generation 50+ (Drittmittelförderung) Projektleitung: Prof. Dr. M. Schweer Laufzeit: 10.2007 - 09.2008
Kurzbeschreibung:
zentrale Aspekte: - Erwartungen und Bedarfe künftiger Klienten - Kompetenzen des Pflegepersonals
Projekttitel: Vertrauen als Organisationsprinzip Projektleitung: Prof. Dr. M. Schweer, wiss. Mitarb.: Dr. B. Thies, Dr. K. Siebertz-Reckzeh, Dipl. Psych. A. Gerwinat, M. Heller, M.A., Dipl. Psych. E. Petermann (alle Hochschule Vechta) Laufzeit: kontinuierlich
Kurzbeschreibung:
zentrale Aspekte: - Implementierung von Vertrauen als Organisationsprinzip - Vertrauen, Glaubwürdigkeit und ethisch-moralisches Handeln - Evaluationsforschung - Qualitätsmanagement und -sicherung
Projekttitel: Sportpsychologische Beratung und Betreuung im Lebenslauf Projektleitung: Prof. Dr. M. Schweer, wiss. Mitarb.: Dr. B. Thies, Dr. K. Siebertz-Reckzeh, Dipl.
Psych. A. Gerwinat, M. Heller, M.A., Dipl. Psych. E. Petermann (alle
Hochschule Vechta) Laufzeit: kontinuierlich
Kurzbeschreibung:
zentrale Aspekte: - Sport, Alter(n) und Gesundheit - Entwicklung und Evaluation von adressatenspezifischen Angeboten - Qualitätsmanagement und -sicherung
Projekttitel: Entwicklung gesundheitsorientierter Sport-, Bewegungs- und Fitnessprogramme für spezifische Zielgruppen und spezifische Probleme. Input-Evidenz. Evaluation und Effizienzprüfung dieser spezifischen Programme. Output-Evidenz Projektleitung: Prof. Dr. Iris Pahmeier
Kurzbeschreibung:
Seit 2000 werden für unterschiedliche Institutionen (u.a. Krankenkassen, Fitnessbranche) Gesundheitsportprogramme entwickelt, die sich an spezifische Zielgruppen mit spezifischen Beschwerdebildern wenden. In diesem Zeitraum sind zwei Programme entwickelt worden. Es handelt sich um Langzeitprogramme (Laufzeit ein Jahr). Das eine Programm wendet sich an Erwachsene mit Übergewicht Adipositas, das zweite ist ein Programm für ältere Erwachsene. Die laufenden Evaluationen überprüfen die Wirksamkeit dieser Programme auf dem Hintergrund des Modells zur Gesundheitsförderung durch Gesundheitssport von Brehm & Pahmeier. Erhoben werden im Rahmen von Feldstudien Daten zu den Bereichen Risikofaktoren, Physische Gesundheitsressourcen, Psychosoziale Gesundheitsressourcen, Befinden sowie motivationale Faktoren (Bindung, Verhaltensveränderung). Darüber hinaus werden Daten zur Organisation (Verhältnisse) erhoben. Da die Programme in Fitness-Studios, Vereinen und in Form von Kursangeboten bei Krankenkassen durchgeführt werden, werden immer wieder Evaluationen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung - aktuell zum Bereich Sport und Abnehmen sowie Sport im Altersgang - durchgeführt.
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Projekttitel: Marktforschungsanalyse zum Fitness-Sport mit dem Programm Eleva
Projektleitung: Prof. Dr. Iris Pahmeier
Kurzbeschreibung:
Intention ist die Untersuchung, welche Personen unter welchen Bedingungen die Fitnessbranche frequentieren. Die Analyse ist auf mehrere Jahre angelegt. In einem ersten Schritt 2004/05 wurden die Messinstrumente entwickelt, die Akquisestrategien der Befragungsmitglieder entwickelt und verfeinert sowie die logistischen Bedingungen aufgebaut. Die Befragungen erfolgen derzeit weitestgehend Online, z.T aber noch in Papierform und werden mit dem Eleva Programm eingelesen und reportiert.
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Projekttitel: Dropout und Bindung im Jugendfußball
Projektleitung: Prof. Dr. Iris Pahmeier Laufzeit: seit 10/2005
Kurzbeschreibung:
Sporttreiben steht für Kinder- und Jugendliche ganz oben auf der Prioritätenliste der Freizeitgestaltungen. Gleichzeitig wird aus sportpädagogischer Sicht dem regelmäßigen Sporttreiben eine Vielzahl positiver Konsequenzen unterstellt, so etwas die Förderung der Gesundheit (Gogoll, Kurz & Menze-Sonneck, 2003), die Entwicklung der Persönlichkeit oder das Einüben sozialen Verhaltens (Schmidt, 2003). In diesem Zusammenhang sind Sportvereine wichtige Institutionen, die zahlreiche Bedürfnisse von Jugendlichen erfüllen und die im Rahmen des jugendlichen Sportengagements eine herausragende Rolle spielen. Doch gerade diese Vielfältigkeit an zu befriedigenden Bedürfnissen der Jugendlichen macht es für das Sportvereinswesen erforderlich, sich laufend den neuen Umständen und Anforderungen anzupassen. Die Pluralisierung jugendlicher Lebensformen, die steigende Heterogenität der Altersgruppe und die sich immer breiter diversifizierende Sportstruktur außerhalb der Vereine verstärken die Notwendigkeit einer dynamischen und flexiblen Entwicklung der Sportvereine.
Fußball ist bei Kindern beliebter denn je, besonders der Mädchenfußball verzeichnet rekordträchtige Mitgliederzuwächse. Allerdings machen die jugendlichen Aussteiger dem DFB Sorgen. Wenngleich die Mitgliederzahlen des DFB sich seit Jahren auf einem gleich hohen Stand halten - aktuell verzeichnet der Fußballverband 6,3 Millionen Mitglieder und stellt damit den größten deutschen Sportverband dar (DFB-Mitgliederstatistik, 2004) -, sieht sich der Verband einer nicht unbeträchtlichen Ausstiegsquote von Jugendlichen im Vereinswesen gegenüber.Diesem so genannten "Dropout"-Phänomen im Fußballnachwuchs wurde in Deutschland wissenschaftlich bisher jedoch kaum Rechnung getragen. Fast scheint es so, als würde man dieses Phänomen billigend in Kauf nehmen. Zudem bedient man sich zum großen Teil noch immer unverifizierter, wenig theoriegeleiteter Mutmaßungen darüber, was speziell diese Altersgruppe in so großem Maße aus den Vereinen austreten lässt. Die Untersuchung ist als Querschnittsstudie und Befragung angelegt (mittels Fragebögen und/oder Interviews). Das notwendige Forschungsinstrumentarium wird auf spezifische Belange des Fußballsports zugeschnitten. Befragt werden jugendliche Aussteiger aus dem Fußball sowie jugendliche Aktive.
Das Projekt wird seit Herbst 2005 durchgeführt. November/Dezember 2005 Erstellung des Designs sowie der MessinstrumenteVon Januar 2006 bis Oktober 2006 erfolgt die Datenerhebung (vorwiegend in Schulen). Die erste Auswertungswelle läuft seit Oktober 2006. Seit Herbst 2007 läuft die interkulturelle Studie mit dem Kollegen Prof. Kevin Simpson an der Concordia Universität in Portland/Oregon
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Projekttitel: Qualitäten von Trainern - eine empirische Untersuchung von Qualitäten von Trainern im Breiten- und Gesundheitssport sowie im Bereich des Fitness- und Leistungssports mit besonderem Schwerpunkt der Sozialkompetenz. Projektleitung: Prof. Dr. Iris Pahmeier
Kurzbeschreibung:
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erforschung von Qualitäten und Kompetenzen von TrainerInnen aus TrainerInnensicht in unterschiedlichen Handlungsfeldern des Sports (Breiten- und Gesundheitssport, Fitness-Sport, Leistungssport). Besonderes Augenmerk wird auf die Untersuchung des Bereichs der Sozialkompetenz gelegt, indem gravierende sowohl theoretische wie empirische Forschungsdefizite zu verzeichnen sind. Das vorliegende Projekt versucht sich dem aufgeworfenen Problemkreis sowohl auf einer theoretischen als auch auf einer empirischen Ebene zu nähern. Auf der theoretischen Ebene stellt die Entwicklung eines integrativen Modells der Kompetenzen von TrainerInnen ein Ziel dar. Erkenntnisse aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen (Sportwissenschaft, Wirtschaftspsychologie, Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Psychotherapieforschung) bilden die Ausgangsbasis für dessen Entwicklung. Auf der empirischen Ebene werden im Rahmen von drei Teilstudien Antworten auf die nachfolgenden Fragen gesucht:
Welche Qualitäten und Kompetenzen erachten TrainerInnen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern als zentral und wichtig für Ihre berufliche Tätigkeit?
Unterscheiden sich diese Einschätzungen in Abhängigkeit des Handlungsfeldes, des Geschlechts, des Alters, sowie der Erfahrung und des Ausbildungsstandes?
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Projekttitel: Selbst- und Körperkonzept von Kindern und Jugendlichen im Sport Projektleitung: Prof. Dr. Iris Pahmeier
Kurzbeschreibung:
Intention ist die Untersuchung, welche Dimensionen des Selbst- und Körperkonzepts bei Jugendlichen durch die langfristige Ausübung spezifischer Sportarten beeinflusst werden. Als Vergleichs- bzw. Kontrollgruppen dienen Jugendliche, die ausschließlich Schulsport betreiben. Die Studienplanung begann im Herbst 2006. Das Messinstrument wurde erstellt. Die Datenerhebung des ersten Studienabschnitts ist seit März 2007 abgeschlossen. Seit Herbst 2007 läuft die interkulturelle Studie mit dem Kollegen Prof. Kevin Simpson an der Concordia Universität in Portland/Oregon
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Projekttitel: Entwicklung eines Lehrbuchs zur Fallarbeit in der Sportlehrerausbildung Projektleitung: Prof. Dr. Petra Wolters
Kurzbeschreibung:
Lernen am Fall wird in der Professionalisierungsdebatte in pädagogischen Berufen spätestens seit den 1990er Jahren immer wieder als fruchtbarer Weg angesehen. In der Tradition der Hamburger Kasuistik (z.B. Scherler, 1989; 2004; Scherler & Schierz, 1995; Wolters, 1999; 2006) wurde bislang vorrangig eine bestimmte Textsorte als Falldokument bevorzugt, an dem gearbeitet wurde. Das Spektrum der Fallarbeit soll erweitert und erprobt werden, bes. um selbstreflexive Prozesse in der Lehrer(aus)bildung anzustoßen. Die Sammlung geeigneten empirischen Materials ist zum großen Teil abgeschlossen. Die Erprobung in Seminaren wird noch zwei Semester lang fortgesetzt. Ziel des Projektes ist ein Lehr- und Arbeitsbuch für die Sportlehrerausbildung.
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Promotionsvorhaben: Sportartspezifische Einflüsse auf das Selbst- und Körperkonzept - ein Vergleich von deutschen und amerikanischen Jugendsportlern (Arbeitstitel) Betreuerin: Frau Prof. Dr. Iris Pahmeier, Doktorandin:Esther Kiewitt Förderung: Im Rahmen einer halben Stelle als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Sportinstitut. Laufzeit: bis April 2010
Kurzbeschreibung:
Unter dem Arbeitstitel "Sportartspezifische Einflüsse auf das Selbst- und Körperkonzept - ein Vergleich deutscher und amerikanischer Jugendsportler" wird in einer quantitativen Untersuchung der Frage nachgegangen, ob spezifische Sportarten das Selbst- und Körperkonzept von Jugendlichen beeinflussen und ob/ inwieweit Sozialisationseffekte eine Rolle in diesem Geflecht spielen. Als Rahmenkonzeption für diese interkulturelle Untersuchung wird das sozialökologische Modell nach Bronfenbrenner (1981) herangezogen, das Baur (1989) in seiner dialektischen Entwicklungskonzeption in den Sportbereich übertragen hat. Im weiteren Verlauf des Forschungsprojektes wird eine Datenerhebung mit deutschen Jugendsportlern (12-18 Jahren) in drei ausgewählten Sportarten erfolgen (Mannschaftssportart, Individualsportart, Rückschlagsportart). Als Kontrollgruppe fungiert eine amerikanische Untersuchungsgruppe. Es wurden bereits n = 1430 amerikanische Jugendsportler von sportbetonten Schulen im Staat Oregon und Washington in den genannten Sportartengruppierungen zu ihrem Selbst- und Körperkonzept befragt. Aufgrund der Durchlässigkeit der Selbstkonzeptstruktur im Kindes- und Jugendalter bestätigen Studien, dass Sport und Bewegung positive Effekte auf das Selbst- und Körperkonzept haben können. Überschaut man die einschlägige Literatur der Auswirkungen von sportlicher Aktivität auf das Selbst- und Körperkonzept wird aber zumeist nur von "Sport im Allgemeinen" gesprochen. Nur sehr wenige Untersuchungen thematisieren die Auswirkungen spezifischer Bewegungsformen auf das Selbstkonzept. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass das spezifische Handeln in einer Sportart Einfluss auf die Selbstkonzeptausprägung nimmt.